Die Bevollmächtigte der Bewegung Colorado Añetete, Cecilia Pérez, erklärte, dass die angebliche Prüfung der Wahlmaschinen tatsächlich nur eine technische Präsentation gewesen sei und dass selbst die Cartistas durch ihre Unterstützung weiterer Prüfungen Mängel einräumen.
Tribunal Electoral Partidario
Órgano interno del Partido Colorado encargado de juzgar actas electorales en procesos internos.
Das parteiinterne Wahlgericht der ANR bestätigte, dass 2.804.546 Wähler für die internen Kommunalwahlen am 7. Juni berechtigt sind, mit 479 Wahllokalen in 263 Bezirken. An der Wahl nehmen 16.848 Vor-Kandidaten teil, die um 5.921 kommunale Ämter konkurrieren.
Die Bewegung Honor Colorado der Colorado-Partei lehnte den Antrag auf Aussetzung des Wahlkalenders für die für den 7. Juni 2026 angesetzten parteiinternen Vorwahlen ab und verteidigte die Transparenz des Systems der Wahlmaschinen. Auch der Abgeordnete Rodrigo Gamarra stellte sich hinter das System und bezeichnete die Betrugsverdächtigungen als unbegründet.
Der Abgeordnete José Rodríguez (ANR, HC) erklärte, er vertraue dem Obersten Wahlgericht (TSJE) vollkommen, und bestritt, dass abtrünnige Colorado-Mitglieder von der Prüfung der Wahlmaschinen ausgeschlossen worden seien, obwohl das parteiinterne Wahlgericht (TEP) der Colorado-Partei das Problem eingeräumt und Maßnahmen zur Klärung der Zweifel gefordert hatte.
Der Stabschef der ANR, Eduardo González, behauptete, dass Senatorin Lilian Samaniego die Verschiebung der internen Wahlen der Colorado-Partei beantragt habe, doch sie bestreitet die Anschuldigung und fordert eine Wahlurnenprüfung. Das TEP garantiert, dass die Prüfung ohne Änderung des Kalenders durchgeführt wird.
Der Kongresspräsident Basilio Núñez reagierte auf die Kritik der Senatorin Lilian Samaniego an der Überprüfung der elektronischen Wahlurnen und erklärte, der Prozess sei fristgerecht durchgeführt worden und die Opposition habe die Möglichkeit zur Teilnahme gehabt. Núñez erinnerte auch daran, dass Samaniego, als sie die ANR leitete, Personen ihres Vertrauens ernannt habe, und sprach sich für Vertrauen in das TSJE aus.
Senatorin Lilian Samaniego von der Bewegung Causa Republicana forderte öffentlich den Vorsitzenden der Colorado-Partei, Horacio Cartes, und den Vorsitzenden des parteiinternen Wahlgerichts, Santiago Brizuela, auf, die Wahlmaschinen vor den internen Vorwahlen am 7. Juni zu überprüfen. Sie argumentiert, dass das für Februar vorgesehene Verfahren nicht durchgeführt wurde und für Transparenz und Chancengleichheit unerlässlich sei.
Der Präsidentschaftsvorwahlkandidat der Bewegung Colorado Añetete, Arnoldo Wiens, beendete seinen Wahlkampf in Villarrica mit scharfer Kritik an Führungskräften und öffentlichen Bediensteten, die seiner Aussage nach 'festgeschraubt' an ihren Posten bleiben, um persönliche Interessen zu verfolgen. Wiens hinterfragte auch den Widerstand von IPS-Ratsmitgliedern gegen Reformen, die der neue Präsident der Einrichtung, Isaías Fretes, vorgeschlagen hat, und hob die steigenden Lebenshaltungskosten hervor, die die Bevölkerung belasten.