Präeklampsie: Hauptursache für Müttersterblichkeit zeigt keine Anzeichen und erfordert frühzeitige Kontrolle

Die Präeklampsie, die Hauptursache für Müttersterblichkeit in Paraguay, zeigt anfangs keine Symptome. Experten und die Fundación Rassmuss betonen die Bedeutung der Schwangerschaftsvorsorge ab den ersten Wochen, mit Maßnahmen in 12 Krankenhäusern und Schulungen in geburtshilflichen Notfällen.

Im Monat des Welt-Präeklampsie-Bewusstseinstags (22. Mai) warnen Experten, dass diese Erkrankung, eine der Hauptursachen für Müttersterblichkeit in Paraguay, in ihrer Anfangsphase keine Symptome zeigt. Die Früherkennung hängt ausschließlich von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ab den ersten Schwangerschaftswochen ab.

Präeklampsie ist eine hypertensive Schwangerschaftsstörung, die während der Schwangerschaft oder bis zu sechs Wochen nach der Geburt auftreten kann. Verursacht durch einen Defekt in der Plazentaentwicklung, kann die Krankheit zu multiplem Organversagen und zum Tod von Mutter und Kind führen. Weltweit sterben jährlich etwa 76.000 Frauen und 500.000 Babys an dieser Ursache, die meisten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

In Paraguay ist die Fundación Rassmuss seit 2017 in Partnerschaft mit dem Ministerium für öffentliche Gesundheit und Soziales durch das Programm „Sichere Mutterschaft“ tätig. Die Initiative konzentriert sich auf drei Bereiche: Prävention und Früherkennung, Notfallmanagement und Sensibilisierung der Bevölkerung.

Im Bereich der Prävention bietet die Stiftung kontinuierliche Schulungen im ganzen Land an und stärkt die geburtshilfliche Versorgung in 12 Referenzzentren, darunter das Hospital de Clínicas, die Mutter-Kind-Krankenhäuser von Loma Pytá, Fernando de la Mora und San Pablo, die Allgemeinkrankenhäuser von Barrio Obrero, Lambaré, Luque und Villa Elisa, das Centro Ciudad Mujer, das Regionale Krankenhaus von Ciudad del Este sowie die Bezirkskrankenhäuser von Hernandarias und Presidente Franco.

Für Notfälle stärkt das Programm die technischen Fähigkeiten der Teams durch die nationale Strategie „Código Rojo“, die Fachkräfte im angemessenen Umgang mit hypertensiven Schwangerschaftsstörungen schult. Die Sensibilisierung umfasst Massenkampagnen, kostenlose Online-Kurse, Kongresse und Vorträge für Schwangere, die die Bedeutung betonen, keine Vorsorge- oder Nachsorgeuntersuchung auszulassen.

Bei als risikoreich eingestuften Frauen können die rechtzeitige Verabreichung von vorbeugenden Medikamenten und eine strenge Überwachung das Fortschreiten der Krankheit zu schwereren Formen verhindern. Die wichtigste medizinische Empfehlung ist, die Schwangerschaftsvorsorge unmittelbar nach Bestätigung der Schwangerschaft zu beginnen.