Transportunternehmen setzen Stadträte von Luque vor den internen Wahlen unter Druck

Der Verband der internen Transportunternehmen Paraguays übt Druck auf die Gemeinderatsversammlung von Luque aus, um eine Erhöhung des Bustarifs auf 3.400 Guaraní zu genehmigen, weniger als 20 Tage vor den internen Wahlen. Der Antrag erfolgt nach einer einseitigen Erhöhung zu Jahresbeginn, die ein Verwaltungsverfahren auslöste, das bis heute nicht abgeschlossen ist.

Transportistas pressionam vereadores de Luque a dias das eleições internas
Transportistas pressionam vereadores de Luque a dias das eleições internas

Weniger als 20 Tage vor den für den 7. Juni angesetzten internen Kommunalwahlen verstärkt der Verband der internen Transportunternehmen Paraguays den Druck auf die Stadträte von Luque, die Erhöhung des Bustarifs auf 3.400 Guaraní zu genehmigen. Der Antrag steht auf der Tagesordnung der Sitzung der Gemeinderatsversammlung an diesem Mittwoch (20.) um 9:00 Uhr und soll am Donnerstag in den Ausschüssen beraten werden.

Die Transportunternehmen hatten die Anpassung bereits Ende letzten Jahres beantragt, doch die Stadträte lehnten die Genehmigung unter dem Druck der Bevölkerung ab, mit der Begründung, dass die heruntergekommenen Fahrzeuge einen schlechten Service böten. Dennoch erhöhten die Unternehmer den Tarif einseitig für einige Tage von 2.500 auf 3.000 Guaraní, auch während des Neujahrsfestes, und ließen Fahrgäste ohne Service, um die Hand der Stadträte zu erzwingen.

Nach der Einleitung eines Verwaltungsverfahrens, das von der liberal-kartistischen Stadträtin Francisca Franco beantragt wurde – die sich im Wiederwahlkampf befindet und einen Entwurf vorlegte, der den schlechten Service anprangerte – zogen die Transportunternehmen zurück und verlangten wieder 2.500 Guaraní. Im Januar genehmigte die Gemeinderatsversammlung das Verfahren durch die Resolution Nr. 01/2026. Weniger als 20 Tage vor den Wahlen schweigt die Stadträtin jedoch, und das Ergebnis des Verfahrens bleibt unbekannt.

Die Fahrergewerkschaft argumentiert, dass die Treibstoffpreiserhöhung den aktuellen Tarif untragbar mache und dass in Asunción und Itá die Kosten pro Fahrt bereits auf 3.400 Guaraní gestiegen seien. Die betroffenen internen Linien sind: 1 „Los Campesinitos“, 64 „15 de Mayo SRL“, 61 „San Rafael“, 59 „7 de Octubre SRL“, 10 „Independiente SRL“, 9 „Nueva Asunción SRL“, 8 „San Francisco SRL“ und Linie 5 „Empresa Ciudad de Luque SRL“.

Wenn die Stadträte dem Druck nachgeben, könnten sie bei der Bevölkerung in Ungnade fallen, zumal von den 12 Stadträten drei für das Bürgermeisteramt kandidieren und sieben eine Wiederwahl anstreben. Andernfalls drohen die Transportunternehmen, die Stadt am Wahltag ohne Verkehrsmittel dastehen zu lassen.