MIC-Minister spricht sich dafür aus, dass eine mögliche Änderung der Formel für den Mindestlohn erst ab 2027 gelten soll

Inmitten der Debatte über die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns (SML) in Paraguay schlug der Minister für Industrie und Handel, Marco Riquelme, vor, dass jede Änderung der Berechnungsformel erst im nächsten Jahr angewendet werden sollte, um die Unternehmen nicht zu überraschen. Der Nationale Rat für Mindestlöhne (Conasam) kommt an diesem Mittwoch erneut zusammen.

Ministro do MIC defende que eventual mudança na fórmula do salário mínimo valha só a partir de 2027
Ministro do MIC defende que eventual mudança na fórmula do salário mínimo valha só a partir de 2027

Die Debatte über die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns (SML) in Paraguay hat an diesem Montag (18.) ein neues Kapitel erhalten. Während die Regierung und gesellschaftliche Gruppen über die Notwendigkeit einer Änderung der Berechnungsformel diskutieren – die derzeit auf der jährlichen Veränderung des Verbraucherpreisindex (IPC) basiert –, sprach sich der Minister für Industrie und Handel (MIC), Marco Riquelme, dafür aus, dass jede Änderung erst ab 2027 in Kraft treten solle.

„Wenn es eine Initiative zur Änderung der Formel gibt, ist das willkommen, aber idealerweise sollte sie im nächsten Jahr angewendet werden, damit die Industrien sie in ihre Prognosen einbeziehen können und es nicht von einem Monat auf den anderen zu einer Überraschung kommt“, sagte Riquelme. Der Minister betonte die Bedeutung der Vorhersehbarkeit für Investoren und erinnerte daran, dass die Unternehmen ihre Planungen bereits auf der Grundlage der aktuellen Regeln erstellt hätten, die seit etwa einem Jahrzehnt in Kraft seien.

Derzeit beträgt der SML G. 2.899.048. Bei einer Veränderung des IPC bei der letzten Anpassung von etwa 2,4 % und unter Berücksichtigung der noch für die vollständige Berechnung fehlenden Monate wird geschätzt, dass die Erhöhung bei etwa G. 87.000 liegen würde – ein Betrag, der von Gewerkschaften und gesellschaftlichen Organisationen angesichts der Preissteigerungen, insbesondere bei Lebensmitteln, als unzureichend angesehen wird.

Der Nationale Rat für Mindestlöhne (Conasam) kommt an diesem Mittwoch (20.) erneut zusammen, um die Untersuchung der Anpassung voranzutreiben. In der vorherigen Sitzung legten die Arbeitnehmer einen Vorschlag für eine Erhöhung um 20 % vor, der auf einer Lebenshaltungskostenstudie basiert, die ihren Angaben zufolge bereits G. 7,6 Millionen übersteigt. Die Arbeitgeberseite hingegen plädiert für die Beibehaltung der aktuellen, auf dem IPC basierenden Formel und erklärt, dass der Arbeitnehmer nach ihren Studien mit dem geltenden Mindestlohn überleben könne.